Am Morgen des 25. September 2025 starteten in Lengenfeld zwei Busse mit erwartungsvollen Kulturbundfreunden und mit gleichem Ziel: die Weinregion Mainfranken. Erste Station war Volkach an der Mainschleife (welche man   i n   Volkach nicht sieht) und viele nahmen die Gelegenheit wahr, im „Hinterhöfle“ zum Schäufele oder zu Nürnberger Bratwürsten den ersten gekühlten Silvaner, Riesling oder Bacchus zu probieren.

So gestärkt konnte uns auch der immer wieder einsetzende Regen auf dem Stadtrundgang zwischen Oberen und Unteren Tor wenig anhaben.

Oberes und Unteres Tor – das Amt des Zolleinnehmers wurde im Mittelalter jährlich meistbietend an einen Volkacher Bürger versteigert.

Kirche St. Bartholomäus und St. Georg

Marktplatz mit Rathaus im Stile der Renaissance und Marktbrunnen

Das Eisenpferd auf dem Marktplatz (war wohl schon vor dem letzten Regen verrostet)

Kurz einen Kaffee zum Aufwärmen, dann fuhren wir weiter nach Würzburg, der seit 1397 reichsfreien Bischofsstadt, um unsere Hotelzimmer mit beeindruckender Aussicht zu beziehen.

Abendessen im Bürgerspital

 

Am Freitagvormittag begaben wir uns auf eine sehr informative und kurzweilig vorgetragene Stadtführung.

Vor dem Rathaus mit dem Grafeneckart der Vierröhrenbrunnen mit Frankonia und den vier Kardinaltugenden Fortitudo (Stärke), Prudentia (Weisheit), Temperantia (Mäßigung), Justitia (Gerechtigkeit)

Unvermeidlich und ein Erlebnis für jeden Würzburgbesucher ist ein Abstecher zur Alten Mainbrücke mit Blick auf die Festung Marienberg. Dabei lässt man sich Zeit, um auch dem Wein, der am Fenster der Alten Mainmühle ausgeschenkt wird, die gebührende Aufmerksamkeit zu widmen (die Gläser generell bis deutlich ÜBER den Eichstrich gefüllt – „Wir sind hier nicht auf dem Münchner Oktoberfest“!).

Die Marienkapelle auf dem Marktplatz – eine stattlicher gotischer Kirchenbau der Würzburger Bürgerschaft aus dem 14. Jahrhundert, wurde errichtet auf dem Platz der 1349 während des Pogroms niedergebrannten Synagoge. 1945 durch Bomben schwer beschädigt und nach Wiederaufbau erst 1962 neu geweiht, gehört die Marienkapelle heute zu den vereinigten Pfarreien Dom und Neumünster. Die äußeren Pfeiler der Kirche zieren u. a. Skulpturen der Apostel:

In der Marienkapelle befindet sich die Grablege des Artilleristen, Architekten und Baumeisters Balthasar Neumann (1687 – 1753), dessen Konterfei bis 2001 in Deutschland allseits beliebt war:

Von seiner Arbeit legt insbesondere die Würzburger Residenz (UNESCO-Welterbe) eindrucksvoll Zeugnis ab.

Der Brunnen auf dem Residenzplatz ehrt drei bedeutende Würzburger Künstler des Mittelalters und der Spätgotik/Renaissance:

Walter von der Vogelweide (um 1170 – um 1230), Lyriker, evtl. in Würzburg begraben

Tilman Riemenschneider (1460 Heiligenstadt – 1531 Würzburg), Bildschnitzer, Bildhauer, Ratsherr und Bürgermeister in Würzburg

Matthias Grünewald (Mathis Nithart; um 1480 – 1528 Halle), Maler (Isenheimer Altar in Colmar), evtl. in Würzburg geboren

Den Brunnenaufbau krönt die das Rennfähnlein (Würzburgs Wappenfigur)  tragender Frankonia

 

– Fortsetzung folgt –