war das Thema des 181. Lengenfelder Kulturbundgesprächs am 17. März 2026 im „Lengenfelder Hof“, zu dem der ausgebildete Geo-Ranger und ehemalige Rohrnetz- und Wassermeister Jürgen Hadel referierte.

–  Was für eine Frage

– natürlich der ZWAV!

Und selbst bei einer drei Jahre andauernden Dürre im Vogtland könnte er mit seinen Vorräten den Wasserbedarf der Vogtländer decken. Dabei rührt derzeit mehr als die Hälfte der benötigten Wassermenge aus der Einspeisung von Fernwasser, was zusammen mit dem eigenem Dargebot einen „gesunden Mix“ unter den Aspekten der Wirtschaftlichkeit und Sicherheit der Versorgung garantiert.

Unsere Wasserreservoirs sind allgemein bekannt: die Brauchwassertalsperren Pöhl, Pirk und Falkenstein und die zusammen 30 Millionen Kubikmeter fassende Trinkwassertalsperren Muldenberg, Werda und Dröda. Zu den 1.700 Hektar Wasserflächen, was einem  Anteil von einem Prozent an der Gesamtfläche des Vogtlands entspricht, gehören daneben Mühl-, Floß- und Fischteiche – aber kein einziges natürliches stehendes Gewässer! Diese Feststellung vom Geo-Ranger hat doch die meisten der aufmerksamen Zuhörer verblüfft. Und auch auf ein weiteres Problem wies er hin: Zu viel Regenwasser in den Abflussleitungen würde das Abwasser stark verdünnen, so dass die „Bakterien in der Kläranlage nichts zu fressen haben“. Deshalb werden Regenrückhaltebecken angelegt, die zudem verhindern, dass – insbesondere in der Nähe der Autobahn – Schadstoffe ins Grundwasser gelangen.

Viel Arbeit für den ZWAV, der dabei durch die natürlichen Wasserspeicher der Hochmoore und vor allem der Wälder mit kalk- und nitratarmen Wasser „unterstützt“ wird.

Jürgen Hadel wusste durch einen aufgelockerten Vortrag die Zahlen und Fakten anschaulich an die Zuhörerschaft zu bringen, und er zeigte sich auch in Sachen erdgeschichtlicher Entwicklung hinsichtlich der Gesteinsbildung im Vogtland bewandert.

Apropos Wandern: Jürgen Hadel und seine Kollegen vom Geo-Umweltpark Vogtland bieten spannende Touren zu vielfältigen Themen an, neben der Geologie und Hydrologie sind ebenso Geschichte und Sprache des Vogtlandes sowie Flora und Fauna auf Vorschlagstouren im Angebot. Möglich ist gleichfalls die individuelle Gestaltung von Wanderrouten (info@geo-umweltpark-vogtland.de).

Christian Hascher