Am 10. September 2026, Donnerstagabend, hatte der Kulturbund Lengenfeld einen Weltreisenden zu Gast – einen professionellen Fotografen mit dem Blick für das aussagekräftige Motiv und die richtige Einstellung, einen geschickten Medientechniker und charmanten Erzähler – kurz gesagt den Crimmitschauer Wiener Peter Lauer – für die meisten der Zuschauer und Zuhörer inzwischen ein guter Bekannter.

Unser virtuelles Reiseziel, diesmal Jordanien, wurde in seiner ganzen, mitunter überraschenden Vielfalt vorgestellt. Wer nichts als Felsen und Wüstensand erwartet hatte, staunte über die teils üppige Vegetation mit blühenden Wiesen, aber auch über Gesteinsformationen, die an Ayers Rock oder Monument Valley erinnern.

Jordanien ist etwas größer als Österreich und hat etwa so viele Einwohner wie Baden-Württemberg, wovon fast zwei Drittel in der Hauptstadt Amman leben. Seit dem Entstehen erster Siedlungen vor ca. 12.000 Jahren waren im Gebiet des heutigen Jordaniens Semiten und Assyrer, Babylonier und Perser, Griechen und Römer, Mameluken und Kreuzritter anzutreffen und haben steinerne Zeugnisse ihrer Kulturen hinterlassen …

… und natürlich die Nabatäer, deren Hauptstadt Petra allerdings nach den Kreuzzügen für die Europäer in Vergessenheit geriet und erst 1812 wiederentdeckt wurde, heute zum UNESCO-Welterbe zählt und als eines der sieben „Neuen Weltwunder“ gilt.

Im Verlauf des munteren Vortrages standen wir mit Herrn Lauer auf dem Berg Nebo und blickten wie einst Moses ins „gelobte Land“, aber auch im Wadi Musa ins „Ende der Welt“. Die Reise führte uns vorbei am Toten Meer, dessen Wasserspiegel sinkt und dessen Salzgehalt zunimmt, und der vermeintlichen Wirkungsstätte Johannes des Täufers; der Jordan allerdings ist zu einem armseligen Bach verkommen.

Am Ende des von manchen „Hhmms“ und „Ohs“ der über 60 Anwesenden begleiteten Berichts stimmten wir mit dem Credo unseres Vorsitzenden Dr. Erich Riedel überein, dass wir alle angehalten sind, die Schönheiten unserer Erde und die Vielfalt ihrer Menschen zu bewahren.

Christian Hascher