12. Januar 2024

Als eine hochkarätige Veranstaltung wurde „Hohe Berge, fremde Länder und der Rock ’n‘ Roll“ mit Bergsteiger und Weltenbummler Götz Wiegand und dem Gitarristen Tino Z angekündigt, und mehr als einhundert Interessierte folgten dieser Einladung in den „Lengenfelder Hof“.

In drei Stunden erlebten wir einen sehr persönlich gehaltenen Vortrag, dessen thematische Fülle und Detailreichtum alle fesselten. Von Nepal über Grönland, den Summits von Nord- und Südamerika – dem kalten Denali (Mount McKinley) und dem Chimborazo, dessen Gipfel den höchsten Punkt der Erde bildet – bis hin zum Serengeti-Nationalpark in Tansania und den „Big Five“ Afrikas ging die Reise. Wir fieberten in den lebendigen Schilderungen Götz Wiegands mit ihm und seinen Kameraden mit, „erlebten“ mit ihnen die kleinen Freuden und die großen Gefahren, die erhebenden Momente und die Todesangst auf mancher Tour. – Das ließ keinen Zuhörer kalt!

Und immer zum richtigen Moment gab es Minuten des Innehaltens, und wir lauschten der Gitarre und dem Gesang des Musikers und mancher summte leise mit bei „Highway to Hell“, „Solitary Man“ oder „Far Far Away“. Der Chor der Zuhörerschaft bei „Sweet Caroline“ blieb allerdings hinter dem stimmgewaltiger englischer Fußballfans um einiges zurück.

In Erinnerung werden sicher vielen der wunderschöne Halo der Sonne im Hochgebirge, das Missgeschick im fremden Schlafsack am vereisten Abhang, die nächtliche Begegnung mit Flusspferden oder die stille Kommunikation mit dem sterbenden Löwen bleiben.

Götz Wiegand versäumte es auch nicht, den Bogen zu spannen von den weltweiten Wundern der Natur zur heimatlichen Bastei.

Und er erinnerte an die Verantwortung des Menschen für unseren Planeten, an die Leistung der Gzimeks und an die Worte von Antoine de Saint-Exupéry:

„Die Erde schenkt uns mehr Selbsterkenntnis als alle Bücher, weil sie uns Widerstand bietet. Und nur im Kampf findet der Mensch zu sich selbst“.